Sicherheit im internationalen Vergleich
Die Diashow zeigt fünf Indikatoren aus den World Development Indicators der Weltbank: Tötungsdelikte, Verkehrstote, Suizidsterblichkeit, Militärausgaben und Korruptionskontrolle. Jedes Bild stellt die Rangliste aller erfassten Länder dar, hebt Deutschland darin hervor und zeigt den Verlauf der deutschen Werte. Alle Zahlen stammen aus derselben Datengrundlage wie der Artikel.
| Intentional homicides | 42 | Deutschland: 0,9107 Tötungsdelikte je 100.000 Einwohner (2023), Rang 42 von 196 |
| Road traffic deaths | 16 | Deutschland: 3,8 Verkehrstote je 100.000 Einwohner (2019), Rang 16 von 190 |
| Suicide mortality rate | 142 | Deutschland: 12,9 Suizide je 100.000 Einwohner (2021), Rang 142 von 185 |
| Military spending (% of GDP) | 91 | Deutschland: 1,8919 Prozent des BIP für Militärausgaben (2024), Rang 91 von 164 |
| Control of corruption | 13 | Deutschland: 83,7516 Punkte bei der Korruptionskontrolle (2024), Rang 13 von 206 |
Lesen Sie jedes Bild für sich: Ränge entstehen durch reine Sortierung der Werte und sind keine Bewertung. Werte, Einheiten, Länderzahlen und Berichtsjahre unterscheiden sich zwischen den Bildern, daher dürfen Ränge oder Zahlen nicht von einem Indikator auf den nächsten übertragen werden.
Kernpunkte
Deutschland gehört bei den Formen von Tod durch andere oder durch Unfälle international zum unteren Ende der Skala. Bei den vorsätzlichen Tötungsdelikten liegt der Wert bei 0,9107 Fällen je 100.000 Einwohner (2023) und damit auf Rang 42 von 196 erfassten Ländern – etwa ein Sechstel des Weltwerts von 5,2. In dieselbe Richtung weisen die Verkehrstoten mit 3,8 je 100.000 (2019, Rang 16 von 190) gegenüber einem Weltwert von 16,7502. Anders sieht es bei der Suizidsterblichkeit aus: 12,9 je 100.000 (2021) bedeuten Rang 142 von 185 und liegen deutlich über dem Weltwert von 9,1303. Bei der Korruptionskontrolle erreicht Deutschland 83,7516 Punkte und Rang 13 von 206, nach einem Höchststand von 86,6743 im Jahr 2018.
*Quellen: World Bank, World Development Indicators – VC.IHR.PSRC.P5, SH.STA.TRAF.P5, SH.STA.SUIC.P5, GOV_WGI_CC_SC.*
Der aktuellste Wert des zentralen Indikators
Der Leitindikator dieser Ausgabe ist die Zahl der vorsätzlichen Tötungsdelikte je 100.000 Einwohner. Für Deutschland weist die Datenreihe zuletzt 0,9107 für das Jahr 2023 aus, was Rang 42 unter 196 erfassten Ländern entspricht. Der Weltwert derselben Quelle liegt bei 5,2 – der deutsche Wert beträgt damit rund 18 Prozent davon, also etwa ein Sechstel. Innerhalb der oberen Hälfte der Rangliste ist Deutschland damit sicher platziert, ohne zur Spitzengruppe zu zählen: Länder wie Japan mit 0,2292 (Rang 6) oder Südkorea mit 0,4773 (Rang 13) liegen noch einmal deutlich darunter.
*Quelle: World Bank, World Development Indicators – Intentional homicides (per 100,000 people), VC.IHR.PSRC.P5.*
Wer oben und wer unten steht
An der Spitze der Rangliste der Tötungsdelikte stehen CHI mit 0,0, Katar und Singapur mit jeweils 0,0691, Oman mit 0,1386 und Bahrain mit 0,1956, gefolgt von Japan mit 0,2292 und Kuwait mit 0,25. Es handelt sich überwiegend um Golfstaaten, Stadtstaaten und ostasiatische Länder. Am anderen Ende finden sich die Turks- und Caicosinseln mit 76,34, St. Kitts und Nevis mit 64,1601, St. Vincent und die Grenadinen mit 51,3213, die Amerikanischen Jungferninseln mit 49,8571, Jamaika mit 49,4403, Ecuador mit 45,7228 und Südafrika mit 43,7203 – ein Feld, in dem karibische Inselstaaten sowie lateinamerikanische und südafrikanische Länder dominieren. Deutschland liegt mit Rang 42 klar in der oberen Hälfte, aber sichtbar hinter der Spitzengruppe.
*Quelle: World Bank, World Development Indicators – Intentional homicides (per 100,000 people), VC.IHR.PSRC.P5.*
Wie sich die Werte in zehn Jahren verändert haben
Bei den Tötungsdelikten bewegt sich Deutschland seit Jahren in einem engen Band: 0,8144 im Jahr 2012, ein Zwischenhoch von 1,1636 im Jahr 2016, danach 0,7456 (2019), 0,8304 (2021), 0,8158 (2022) und zuletzt 0,9107 (2023). Ein klarer Trend ist daraus nicht abzulesen. Die Verkehrstoten sind dagegen kontinuierlich gefallen, von 5,8 je 100.000 (2008) über 4,4 (2015) auf 3,8 (2019) – ein Rückgang um rund 34 Prozent in elf Jahren. Die Suizidsterblichkeit verharrt seit 2010 nahezu unverändert zwischen 13,23 (2010) und 12,9 (2021), mit einem Tiefstand von 12,49 im Jahr 2019. Die deutlichste Veränderung zeigen die Militärausgaben: von 1,1621 Prozent des BIP (2013) über 1,488 Prozent (2023) auf 1,8919 Prozent (2024), allein im letzten erfassten Jahr ein Zuwachs von rund 0,40 Prozentpunkten. Die Korruptionskontrolle stieg von 80,7697 Punkten (2013) auf 86,6743 (2018) und gab danach auf 82,2534 (2023) nach, bevor sie 2024 wieder auf 83,7516 zulegte.
*Quellen: World Bank, World Development Indicators – VC.IHR.PSRC.P5, SH.STA.TRAF.P5, SH.STA.SUIC.P5, MS.MIL.XPND.GD.ZS, GOV_WGI_CC_SC.*
Der Vergleich mit ähnlichen Ländern
Bei den Tötungsdelikten liegt Deutschland mit 0,9107 unter Frankreich (1,3351, Rang 64) und dem Vereinigten Königreich (1,1187, Rang 52), aber über China (0,5019), Südkorea (0,4773) und Japan (0,2292). Der US-Wert von 5,7634 (Rang 134) ist rund sechsmal so hoch wie der deutsche. Bei den Verkehrstoten ist das Bild ähnlich eng: Deutschland 3,8, das Vereinigte Königreich 3,2, Japan 3,6, Frankreich 5,1 – während Südkorea 8,6, die USA 12,7 und China 17,4 erreichen. Bei der Suizidsterblichkeit steht Deutschland mit 12,9 günstiger da als Japan (17,43), Frankreich (16,58), die USA (15,63) und besonders Südkorea (27,53, Rang 184), aber ungünstiger als das Vereinigte Königreich (9,55) und China (8,95). Die Militärausgaben liegen mit 1,8919 Prozent des BIP unter denen der USA (3,4192), Südkoreas (2,5621), des Vereinigten Königreichs (2,2786) und Frankreichs (2,0526), aber über China (1,7113) und Japan (1,3714). Bei der Korruptionskontrolle führt Deutschland mit 83,7516 Punkten (Rang 13) diese Vergleichsgruppe an, vor dem Vereinigten Königreich (78,4146), Japan (75,3229), Frankreich (72,5135), den USA (69,8552), Südkorea (65,0512) und China (49,6499).
*Quellen: World Bank, World Development Indicators – VC.IHR.PSRC.P5, SH.STA.TRAF.P5, SH.STA.SUIC.P5, MS.MIL.XPND.GD.ZS, GOV_WGI_CC_SC.*
Wie diese Zahlen zu lesen sind
Die Ränge entstehen hier rein mechanisch durch Sortierung der Werte – aufsteigend bei Tötungsdelikten, Verkehrstoten, Suiziden und Militärausgaben, absteigend allein bei der Korruptionskontrolle. Sie sind keine Bewertung: Ein niedriger Militärausgabenanteil ist kein Gütesiegel, und Rang 91 von 164 sagt für sich genommen nichts über Sicherheitspolitik aus. Die Tötungsraten hängen von nationalen Definitionen ab (Behandlung von Versuchen, Umgang mit Vermissten und ungeklärten Todesursachen) sowie von der Leistungsfähigkeit der Erfassung; in Ländern mit schwacher Statistik können die Werte niedriger ausfallen, als es der Realität entspricht. Ähnliches gilt für die Suizidsterblichkeit, bei der Verfahren der Todesursachenfeststellung und gesellschaftliche wie religiöse Faktoren zu Untererfassung führen können – die sehr niedrigen Werte von Syrien (0,59), Jordanien (0,6) oder Ägypten (0,63) sollten deshalb nicht ohne Weiteres als Abbild der Wirklichkeit gelesen werden. Der Spitzenwert 0,0 für CHI stammt aus einem Code, dem in diesen Daten kein aufgelöster Ländername zugeordnet ist; er sollte nicht interpretiert werden. Die Korruptionskontrolle ist ein zusammengesetzter Punktwert von 0 bis 100, kein gemessener Betrag, und für sie liegt in diesen Daten kein Weltwert vor. Schließlich sind die Aktualitätsstände unterschiedlich: Tötungsdelikte 2023, Verkehrstote 2019, Suizide 2021, Militärausgaben und Korruptionskontrolle 2024. Eine Aussage über „die Sicherheitslage zu einem Stichtag" lässt sich daraus nicht bilden, und die Verkehrsdaten bilden Entwicklungen nach 2019 nicht ab.
*Quellen: World Bank, World Development Indicators – VC.IHR.PSRC.P5, SH.STA.TRAF.P5, SH.STA.SUIC.P5, MS.MIL.XPND.GD.ZS, GOV_WGI_CC_SC.*
Vorsätzliche Tötungsdelikte auf der Karte und in Diagrammen
| Rang | Land / Gebiet | je 100.000 |
|---|---|---|
| 2 | Katar | 0.07 |
| 3 | Singapur | 0.07 |
| 4 | Oman | 0.14 |
| 5 | Bahrain | 0.2 |
| 6 | Japan | 0.23 |
| 40 | Tadschikistan | 0.89 |
| 41 | Mikronesien | 0.91 |
| 42 | Deutschland | 0.91 |
| 43 | Saudi-Arabien | 0.94 |
| 44 | Tonga | 0.95 |
| 194 | St. Vincent und die Grenadinen | 51.32 |
| 195 | St. Kitts und Nevis | 64.16 |
| 196 | Turks- und Caicosinseln | 76.34 |
In der Rangliste steht Deutschland auf Rang 42 von 196 Ländern; Rang 1 bedeutet den niedrigsten Wert. An der Spitze liegen Katar und Singapur mit je 0,07, am anderen Ende die Turks- und Caicosinseln mit 76,34.
Der Verlauf 2012 bis 2023 bewegt sich zwischen 0,75 (2019) und 1,16 (2016) und zeigt keinen klaren Trend, sondern Schwankungen auf niedrigem Niveau. Im Ländervergleich liegt Japan bei 0,23, Frankreich bei 1,34 und die USA bei 5,76.
Länder vergleichen
Verkehrstote
| Rang | Land / Gebiet | je 100.000 |
|---|---|---|
| 1 | Antigua und Barbuda | 0 |
| 2 | Monaco | 0 |
| 3 | San Marino | 0 |
| 4 | Mikronesien | 0.2 |
| 5 | Malediven | 1.6 |
| 14 | Japan | 3.6 |
| 15 | Dänemark | 3.7 |
| 16 | Deutschland | 3.8 |
| 17 | Finnland | 3.9 |
| 18 | Israel | 3.9 |
| 188 | Venezuela | 39 |
| 189 | Simbabwe | 41.2 |
| 190 | Dominikanische Republik | 64.6 |
Deutschland belegt Rang 16 von 190 Ländern. Vorn stehen Antigua und Barbuda, Monaco und San Marino mit 0,0, am Ende die Dominikanische Republik mit 64,6 und Simbabwe mit 41,2.
Von 2008 bis 2019 sank der Wert von 5,8 auf 3,8 – ein stetiger Rückgang über zwölf Jahre. Im Vergleich: UK 3,2, Japan 3,6, Frankreich 5,1, USA 12,7 und China 17,4.
Suizidrate
| Rang | Land / Gebiet | je 100.000 |
|---|---|---|
| 1 | St. Vincent und die Grenadinen | 0.41 |
| 2 | Syrien | 0.59 |
| 3 | Jordanien | 0.6 |
| 4 | Ägypten | 0.63 |
| 5 | Palästina | 0.65 |
| 140 | Samoa | 12 |
| 141 | Indien | 12.56 |
| 142 | Deutschland | 12.9 |
| 143 | Australien | 13.08 |
| 144 | Norwegen | 13.19 |
| 183 | Eswatini | 27.23 |
| 184 | Südkorea | 27.53 |
| 185 | Lesotho | 28.66 |
Deutschland steht auf Rang 142 von 185 Ländern, wobei Rang 1 die niedrigste Rate bedeutet. Am unteren Ende der Skala liegt St. Vincent und die Grenadinen mit 0,41, am oberen Ende Lesotho mit 28,66 und Südkorea mit 27,53.
Zwischen 2010 und 2021 bewegt sich der Wert eng zwischen 12,49 (2019) und 13,48 (2013), zuletzt 12,9 – also weitgehend unverändert. Unter den Vergleichsländern liegt UK bei 9,55, Frankreich bei 16,58 und Japan bei 17,43.
Militärausgaben (% des BIP)
| Rang | Land / Gebiet | % |
|---|---|---|
| 1 | Haiti | 0.07 |
| 2 | Mauritius | 0.15 |
| 3 | Laos | 0.19 |
| 4 | Irland | 0.24 |
| 5 | Papua-Neuguinea | 0.31 |
| 89 | Uganda | 1.88 |
| 90 | Australien | 1.88 |
| 91 | Deutschland | 1.89 |
| 92 | Niederlande | 1.92 |
| 93 | Tschechien | 1.92 |
| 162 | Israel | 8.78 |
| 163 | Eritrea | 20.87 |
| 164 | Ukraine | 34.48 |
Deutschland liegt auf Rang 91 von 164 Ländern; Rang 1 steht für den niedrigsten Anteil. Am niedrigsten liegt Haiti mit 0,07 Prozent, am höchsten die Ukraine mit 34,48 Prozent und Eritrea mit 20,87 Prozent.
Von 2013 bis 2022 lag der Anteil dauerhaft zwischen 1,13 und 1,35 Prozent, danach stieg er auf 1,49 Prozent (2023) und 1,89 Prozent (2024). Zum Vergleich: Japan 1,37, China 1,71, Frankreich 2,05, UK 2,28 und die USA 3,42 Prozent.
Korruptionskontrolle
Deutschland belegt Rang 13 von 206 Ländern. An der Spitze stehen Dänemark mit 94,16 und Finnland mit 92,23, am Ende Südsudan mit 6,06 und Somalia mit 11,70.
Zwischen 2013 und 2024 schwankt der Wert zwischen 80,77 (2013) und 86,67 (2018), zuletzt 83,75 – ein hohes, aber leicht rückläufiges Niveau seit dem Höchststand. Unter den Vergleichsländern folgen UK mit 78,41, Japan mit 75,32 und die USA mit 69,86.